Kennel Pulverfass

Kennel Pulverfass


 

 

Die ersten Wochen des Welpen daheim
 
 

Wenn Du Dich für einen Welpen entschieden hast,
 
übernimmst Du eine große Verantwortung für dieses
 
kleine Lebewesen und solltest diese nie an andere
 
Personen abgeben. Ein freundlicher Nachbar oder ein
 
Hundesitter eignen sich besonders in der
 
Eingewöhnungsphase nicht als Bezugspers
 
onen, da diese Menschen das neue Familie
 
nmitglied eher verwirren. Ein junger Hund benötigt
 
Orientierung und Zuwendung, nachdem er in sein neues
 
Zuhause eingezogen ist. Schließlich ist er gerade von
 
seinem Rudel, also seiner Mutter und seinen
 
Wurfgeschwistern, getrennt worden. Ein Welpe darf die
 
Eingewöhnungszeit nicht alleine im neuen Heim
 
verbringen, da die Präsenz seines Frauchens oder
 
Herrchens die gegenseitige Bindung stärkt. In der
 
Welpenphase gilt: Nähe schafft Vertrauen. Wenn Du
 
dieses berücksichtigst, lässt Du einen wesensfesten Hund
 
an Deiner Seite heranwachsen.

Egal wie groß Dein Haus ist, ein junger Hund wird immer in
 
Deiner Nähe sein.-

Ist das Zuhause welpensicher?

Noch bevor Welpi bei Dir und Deiner Familie einzieht,
 
solltest Du Dir die Frage stellen, welche möglichen
 
Gefahrenquellen auf ihn lauern könnten. Dazu gehören
 
Stromkabel, ungesicherte Steckdosen, giftige Blumen,
 
Reinigungsmittel und Medikamente. Auch Kleinteile von
 
Kinderspielzeug können schnell mal in Welpis Magen
 
landen und gefährliche innere Verletzungen verursachen.
 
Am besten räumst Du alles gut weg, damit später nichts
 
Schlimmes passieren kann. Wenn Du enge Nischen
 
zwischen Schränken und anderen Möbeln entdeckst, in
 
denen sich der kleine Hund einklemmen könnte, dann
 
sorge auch hier für Abhilfe. So garantierst Du ihm ein
 
welpensicheres Zuhause.

Hurra, Welpi ist endlich da

Wenn Du nicht alleine lebst, dann hat wahrscheinlich die
 
ganze Familie beim Züchter ihren neuen Hund ausgesucht
 
und sich schon riesig auf seinen Einzug gefreut. Deshalb
 
ist es sehr verständlich, dass ihn auch alle wieder
 

 

gemeinsam im neuen Zuhause begrüßen wollen. Es sollten
 
jedoch nicht alle Familienmitglieder gleichzeitig auf ihn
 
einstürmen, auch wenn die Wiedersehensfreude noch so
 
groß und Welpi wahnsinnig niedlich ist. Gebt ihm Zeit, sein
 
neues Heim kennenzulernen. Lasst Welpi ausgiebig in der
 
Wohnung herumschnüffeln, damit er sich mit den neuen
 
Gerüchen vertraut machen kann. Dabei verliert den neuen
 
Mitbewohner nie aus den Augen, damit er nichts umwirft
 
oder sich gar im neuen Zuhause verirrt. Schließlich hatte
 
er schon durch den Umzug genug Stress, den er
 
verarbeiten muss.

Welpenspielzeug als Begrüßungsgeschenk

Es ist kein Gerücht: Hundewelpen lieben Spielzeug. Um
 
ihm den Abschiedsschmerz von seinem Rudel zu
 
erleichtern, kannst Du Welpi an seinem Platz im neuen
 
Zuhause einige Spielzeuge bereitlegen. Dann kann er
 

 

selbst entscheiden, womit er sich ablenken möchte. Das
 

 

Angebot ist wirklich riesig, da ist für jeden Welpen etwas
 
Passendes dabei. Im Fachhandel werden giftfreie
 
Produkte mit Gütesiegel verkauft.

Zum Kauen ein Ball mit Noppen oder ein Tierchen aus
 
Latex
 
Fast alle Welpen lieben Plüschtiere in sämtlichen
 
Variationen, mit denen sie kuscheln und die sie mit sich
 
herumtragen können. Aber auch eine quietschende
 
Gummiente oder ein Schwein aus Latex bedeuten für
 
manche Welpen das Spielvergnügen schlechthin. Einige
 

 

Babyhunde erschrecken sich vor dem Quietschgeräusch
 

 

und haben regelrecht Angst vor dem Biss in die kleinen
 
Gummimonster. Ein Renner ist auch der Seilknochen aus
 
gedrehten Baumwollfäden, der die Kauaktivitäten anregt.
 
Zu den Klassikern unter den Hundespielzeugen gehört ein
 
kleiner Ball mit Noppen, den der Welpe mit seinem Maul
 
festhalten kann. Der Ball ist nahezu unverwüstlich und
 
massiert gleichzeitig das Zahnfleisch.

Denkspielzeug mit Leckerlis

Es gibt natürlich auch komplexe Alternativen zu den
 
bereits aufgezählten Welpenspielzeugen. Ein sogenannter
 
Kong beispielsweise fordert Deinen jungen Hund ganz
 
schön heraus. Es handelt sich um einen Kegel aus
 
Vollgummi, der mit Futter gefüllt werden kann. Welpi
 
lernt recht schnell, sich sein Futter spielerisch zu
 
erarbeiten. Der Geruch seines Lieblingsleckerlis wird ihn
 
immer wieder dazu animieren, sein Geschick unter Beweis
 
zu stellen. Natürlich ist nicht jeder Welpe sofort von
 
diesem Spiel begeistert. Ein wenig Geduld zahlt sich hier
 
für Frauchen und Herrchen aus. Schließlich gibts nichts
 
Schöneres für Deinen Hund als Belohnung.

Ein fester Futterplatz für Welpi

Zur Welpenerstausstattung gehören natürlich auch ein
 
Futter- und ein Wassernapf. Gerade am Anfang sollte das
 
Futter immer an derselben Stelle bereitstehen. Dieser
 
Platz bietet dem Welpen Orientierung innerhalb des
 
neuen Zuhauses und Dir natürlich auch die Möglichkeit,
 
ihm bestimmte Fressgewohnheiten beizubringen. Die
 
Verabreichung von Futter ist gleichzeitig ein
 
Gemeinschaftserlebnis, welches Welpi noch stärker an
 
sein Frauchen und Herrchen bindet. Schließlich fallen hier
 
meistens ein paar zusätzliche Streicheleinheiten für ihn
 
ab. Wichtig: Sowohl der Futter- als auch der Wassernapf
 
sollten täglich gereinigt werde

Ein Körbchen als Schlafplatz in Deiner Nähe
 
Ein junger Hund braucht viel Schlaf, und nach
 
der Strapaze des ersten Tages freut sich Welpi
 
 besonders auf sein kuscheliges Körbchen. Im Körbchen
 
kannst Du z.B. ein vom Züchter mitgebrachtes Tuch oder
 
eine Decke deponieren, die den vertrauten Geruch von
 
seinen Geschwisterchen hat. Idealerweise stellst Du das
 
Körbchen ganz in Deiner Nähe auf, wo ihr euch
 
gegenseitig im Blick habt. Anfangs setzt Du ihn vorsichtig
 
hinein und beschäftigst Dich eine Weile mit ihm. So
 
kannst Du Welpi auch mit Streicheleinheiten verwöhnen.
 
Außerdem wird der neue Mitbewohner schon früh daran
 
gewöhnt, dass Dein Bett für ihn tabu ist. Wenn Welpi sich
 
erleichtern muss, wird er durch Winseln auf sich
 
aufmerksam machen. Schließlich will die kleine Fellnase
 
ihr schönes Körbchen nicht beschmutzen, dafür sorgt
 
Welpis Instinkt.

Das Welpenklo ist draußen vor der Tür

Ein Hund in einem Alter bis zu drei Monaten muss
 
ungefähr alle zwei Stunden sein Geschäft verrichten, ein
 
vier Monate alter Hunde etwa alle drei Stunden, ab einem
 
Alter von sechs Monaten etwa alle vier Stunden.
 
Grundsätzlich ist ein Gang vor die Tür bei jeder Tages-
 
und Nachtzeit zu empfehlen, damit der Welpe lernt, dass
 
es ausdrücklich erwünscht ist, wenn er sich draußen
 
erleichtert. Wichtig: Gehe mit ihm grundsätzlich nur an
 
die Stellen, wo Welpi zukünftig auch hinmachen darf. Ein
 
großes Lob an Ort und Stelle bestärkt ihn, sich auch beim
 
nächsten Mal vorher bemerkbar zu machen.

Welpis erster Check Up beim Tierarzt
 
Ein Hund muss in seinem Leben häufiger zum Tierarzt.
 
Deshalb solltest Du Dir von Anfang an den Doc Deines
 
Vertrauens aussuchen. Vielleicht hattest Du vor Deinem
 
Welpen ja schon einmal einen Hund und hast mit Deinem
 
Tierarzt bereits gute Erfahrungen gemacht. Bevor es
 
aber losgeht, solltest Du bestimmte Handgriffe an
 
Deinem jungen Hund üben, damit es beim Doc keine
 
unangenehmen Überraschungen gibt. Egal ob Fell, Pfoten,
 
Zähne oder Ohren- das Betasten kannst Du geschickt in

 

Deine Schmusestunden miteinbeziehen. Dann bekommt
 
Welpi beim Tierarztbesuch weniger Stress.

Eine Wurmkur ist zwingend erforderlich

Dein Züchter hat Deinem Welpen wahrscheinlich ab der
 
zweiten oder dritten Woche bereits eine Wurmkur
 
verabreicht, die dann beim Tierarzt fortgesetzt wird.
 
Eine Wurmkur wirkt in etwa 24 Stunden. In diesem
 
Zeitraum sollen Würmer in allen Entwicklungsstadien
 

 

abgetötet werden. Während Welpen hauptsächlich mit
 
Spul-und Hakenwürmern infiziert sind, können
 
erwachsene Hunde von Bandwürmern befallen werden.

Impfungen sollten nach Plan erfolgen

Es gibt sogenannte Pflichtimpfungen und Wahlimpfungen.
 
Pflichtimpfungen: Ab der achten Woche müssen Welpen
 
gegen Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und ab
 
dem dritten Monat gegen Tollwut geimpft werden.
 
Wahlimpfungen erfolgen gegen Borreliose, Zwingerhusten
 
und gegen das Herpesvirus. Alle Impfungen müssen in den
 
Impfpass eingetragen werden. Wichtig: Nur ein
 
entwurmter und gesunder Welpe darf geimpft werden.

Welpis erste Kommandos

Ungeduld ist im Umgang mit Deinem Welpen keine gute
 
Haltereigenschaft. Du solltest ihn in den ersten Wochen
 
sehr genau beobachten und Welpi nicht mit
 
Kunststückchen überfordern. Das Erlernen der ersten
 
Kommandos  bedeuten für Deinen Welpen Stress. Wichtig
 
sind daher kleine Übungseinheiten.
 
Grundkommando „Sitz“

Welpi setzt sich häufig von selbst hin. Wenn Du in dieser
 
Situation „Sitz“ sagst und Deinen Welpen dabei lobst,
 
wird er dieses Lob mit seiner Handlung verknüpfen und
 
diesem Kommando zukünftig gerne folgen. Ziel der Übung
 
ist es, dass Welpi auch sitzen bleibt, wenn Du außer
 
Sichtweite bist.

Grundkommando „Platz“

Wenn Welpi sich in sein Körbchen legt, kannst Du ihn
 
streicheln und „Platz“ sagen. Wenn er müde ist, locke ihn
 
gern auch mit einem Leckerchen in sein Körbchen. Wenn
 
Du dann das Wort „Platz“ sagst, wird dieses Kommando
 
für ihn mit der Zeit zu einem positiven Reiz.

Grundkommando „Bleib“

Nach Ausführung des Kommandos „Sitz“ streckst Du
 
Deinem Welpen die flache Hand entgegen. Dann bewegst
 
Du Dich mit Blickkontakt zu Welpi einen Schritt von ihm
 
weg. Bevor er die Möglichkeit hat, Dir zu folgen, gehst Du
 
zu ihm zurück und belohnst ihn mit einem Leckerchen,
 
wenn er brav sitzen geblieben ist.

Grundkommando „Komm“

„Komm“ gilt als eines der wichtigsten Kommandos für
 
Deinen Hund. Das Ziel besteht darin, ihn später auch ohne
 
Leine laufen lassen zu können. Wenn Du Deinen Welpen
 
mit „Komm“ rufst und gleichzeitig mit der Futterdose
 
klapperst, wird er diesem Kommando gern folgen. Als
 
Bestätigung folgen ausgiebiges Lob und natürlich ein
 
Leckerli.

„Nein“ oder „Aus“

Ein Welpe muss früh lernen, dass es auch Grenzen gibt.
 
Diese Grenzen erfährt der junge Hund durch Training,
 
für das Du Dir viel Zeit nehmen solltest. Grundsätzlich
 
müssen alle Familien- bzw. Rudelmitglieder sich darübe
 
r einig sein, was erwünscht und was unerwünscht ist.

Beispiel: Ein lautes „Nein“ oder „Aus“ bei dem Versuch,
 
einen Schuh zu zerkauen, reicht in der Regel aus, damit
 
Welpi das Verbot erkennt.

Welpi an Geschirr und Leine gewöhnen

Grundsätzlich sind Halsband und Leine für Deinen Welpen
 
etwas Fremdartiges. Welpi wird sich anfangs
 

 

wahrscheinlich gegen ein Halsband sträuben. Alternativ
 
bietet ein Welpengeschirr viele Vorteile. Welpi kann hier
 
nicht einfach herausschlüpfen, und bei ruckartigen
 
Bewegungen werden der bei Welpen noch sehr
 
empfindliche Bereich der Halswirbelsäule und der
 
Kehlkopf keinem zu starken Druck ausgesetzt. Das
 
Welpengeschirr sollte aber nicht dauerhaft angelegt
 
werden, da das empfindliche Fell des kleinen Hundes
 
Schaden nehmen könnte.

Step 1: Anlegen des Welpengeschirrs

Hat sich Welpi das Geschirr anlegen lassen, dann kannst
 

 

Du mit ihm spielen und ihm ein Leckerli gönnen. Mit dem
 
Anlegen des Geschirrs stellt dann Welpis Gehirn im Laufe
 
der Zeit eine positive Verknüpfung her- sinngemäß:
 
Geschirr anlegen = Gassi = Spaß.

Step 2: Anlegen der Leine

Als nächstes wird die Leine zum Gassigehen ins Geschirr
 
eingehakt. Sobald Dein Hund draußen locker vor oder
 
neben Dir herläuft, lobe ihn ausführlich. Je öfter Du ihn
 
lobst, desto lieber wird er an der Leine gehen. Anfangs
 
sollten Gänge an der Leine nicht länger als 15 Minuten
 
dauern, um Welpi nicht zu überfordern.

Welpi allein zuhaus`- ein absolutes No-Go
 
Als Mitglied im neuen Rudel muss der Welpe erst einmal
 
Vertrauen zu allen Familienmitgliedern fassen. Dieses
 
Vertrauen bekommt er natürlich durch Streicheleineiten
 
und Fürsorge, die auch darin besteht, dass sich stets ein
 
Rudelmitglied in seiner Nähe aufhält. Grundsätzlich gilt:
 
In den ersten drei Monaten sollte ein Hundebaby nicht
 
allein zuhause bleiben. Frühestens ab dem fünften
 
Lebensmonat kannst Du Deinen jungen Hund auf das
 
gelegentliche Alleinsein trainieren. Dabei solltest Du aber
 
behutsam vorgehen und mit maximal 30 Minuten beginnen.
 
Wichtig: Ein Hund sollte auch im erwachsenen Alter nie
 
länger als sechs Stunden alleine bleiben.